Projektbeschreibung: DAS GRÜNE BETT

Der Zuschauer begibt sich in die 14. Etage, darf sich hier fallen lassen, sich an der Quelle erfrischen, in weichem Waldboden und Frühlings- frischem Blattgrün versinken, ein einer traumhaften und doch auch realen Welt eine Weile Inne halten...

Mitten im Bankenviertel, wo Business, Sachlichkeit u Rationalität an der Tagesordnung sind, leuchtet eine grüne Oase auf, entspringend aus alpiner Wald und Wiesen - Atmosphäre...

''Relax on the smooth floor of the forest and let business behind you..''

Burn out, Schnelligkeit und harte Konkurrenz sind Merkmale unserer Zeit und viele Menschen kommen damit an ihre Grenze; täglich liest man darüber in den Tageszeitungen, der Wellness Markt boomt und Unternehmen suchen nach Lösungen um Ihre Mitarbeiter präventiv vor der chronischen Überforderung zu bewahren, da u.a.durch Krankenstand jährlich Millionen Verluste für Firmen dadurch entstehen.

In stiller, magische Poesie erschafft Valerie Schaller eine Sphäre, in der man dem Alltag entfliehen kann, für eine Weile still werden und sich erinnert fühlen, dass der innere und äussere Reichtum der Welt, eigentlich in jedem Moment präsent und abrufbar ist.

Die ganze Thematik von Klimaschutz, CO2 Emissionen, Schutz der Ressourcen etc. behandelt V.S. aus dem Blickwinkel der ganz persönlichen Identifizierung, des ''sich Verbinden'' mit der Natur und dem sinnlichen Zugang, der uns in unserer modernen Zivilisation oft verloren geht; zumindest jedenfalls - meist als ''externes event'' in der Freizeit, im Urlaub - also ausserhalb des, vorwiegend bestehenden Alltagslebens, aufgesucht wird.

Projektion: Quelle


Das kontinuierliche Sprudeln einer reinen Gebirgsquelle, die eine magische,
erfrischend-tonisierende Energie verbreitet, hat durch blosses Hinschauen eine Wirkung auf den Betrachter, welche man intellektuell nicht zu fassen vermag aber unmittelbar in Resonanz mit dem Organismus geht, und in eine physische, sowie mentale Regeneration führt.
Diese Quelle, genannt Ursprung, ist eine Rarität mitten in den österreichischen Alpen, ein kleiner Teich, aus dem täglich 10,4 Mio. Liter reines Wasser aus dem Berginneren heraus strömt.

Wasser aus einer Quelle sprudelnd, erinnert an ein oft vergessenes Wunder: nämlich klares nicht verschmutztes Wasser, das uns als kostbares Gut, in manchen Gebieten, permanent zur Verfügung steht.

Projektion: Deep Sleep


Die zärtlich, über zartes Blattgrün streichende Hand, verströmt Aufmerksamkeit, sanfte Zuneigung und Hinwendung zur Natur, zum Baum, zum Wunder, das jedes Jahr im Frühling tatsächlich die Blätter wieder kommen (man stelle sich vor, das würde einmal nicht der Fall sein)
Der Zuschauer erlebt in der Projektion ''Deep Sleep'' die sinnliche Beziehung zur Natur, zum Baum, zum werdenden Leben, was in performativer Körpersprache einen beinahe erotischen Moment und tiefe Zuneigung demonstriert.
Ebenso wie das behutsame Entlangfahren eines Baumstammes mit dem Finger, als sei es ein kostbares Objekt, eine menschliche Silhouette, ein verwunderliches ''Aha - Erlebnis''...

In Abwechslung mit diesen taktilen Spielen in der Projektion ''Deep Sleep'' lässt Valerie Schaller im weichen Moos eine Frau versinken, die am Fusse eines Baumes schläft und ganz mit dem Grün des Waldbodens verschmolzen ist.Es ist ein Einschlafen und immer wieder Aufwachen, sie streift eine Zwischenwelt, von Wach - und Traum - Zustand und erweckt im Betrachter  sowohl transzendental-magische, wie auch erotisch - sinnliche aber auch kindlich-unbewusste Assoziationen.
Mit winzigen Gesten manövriert sie den Übergang aus ihrer Traum-Schlaf Welt in die reale Natur, Blätter, Hände, Baumstämme, im Wind schwingende Baumkronen, ein Wechselspiel von Innen und Aussen. Auch ist die ganze Gestalt und Evolution eines Baumes in symbolischem Wechselspiel mit der Frau, erst verweilend am Fusse des Baumes, am Stamm, später in den Baumkronen, dann erscheint das ganz junge Pflänzchen u schlussendlich werden ihr im Schlaf die zarten Wurzeln beinahe in den Kopf gepflanzt, die Bildsymbolik lässt dem Betrachter genügend Phantasie, um eigene Assoziationen dazu zu entwickeln...

Die Stimmung in dieser Projektion ist sehr intim und still, man ist geheimer Beobachter dieser schlafenden Frau, die vollkommen in das Naturreich integriert ist.Es erinnert an ein ''Bett für Götter'', wie man es aus Märchen kennt.Der Wald ist auch in der Literatur immer wieder Schauplatz für Verzauberung, Magie, Treffpunkt für Liebespaare, wie z. Bsp. im ''Sommernachtstraum'' von William Shakespeare.



Projektion: COW


Kühe sind einer der ruhigsten und entspanntesten Tiere die es gibt.
Das zärtliche Spiel zwischen Mutter und Kalb, der ganze Lebensrhythmus, das Leben auf der Wiese, verströmen eine Atmosphäre von Unbekümmertheit, und ''Seins-Zustand'', den uns die Tiere extrem gut vorleben.
Oft vergessen wir in der Stadt das ursprüngliche Leben dieser Tiere, von denen wir uns täglich mit Milchprodukten und Fleisch ernähren.
In verschiedenen Szenerien werden Kühe beobachtet, in ihrem einzigartigen Rhythmus, der von ihrem Stoffwechsel stark dominiert wird. Der Humor bleibt dabei nicht aus...

Die Fenster


Da der Raum durch die grosse Fensterfront sehr hell ist, musste er verdunkelt werden, um die Projektionen wirklich zum Vorschein zu bringen.
Mit der Acryl Malerei, die auf einem speziellen Material vor das Glas gespannt wurde, entsteht ein Spiel mit dem Tageslicht, dass je nach Sonneneinfall die verschiedensten Farbenspiele im Raum entstehen lässt. Das REALE Sonnenlicht ist Teil der Inszenierung und verstärkt die Stimmung des unvorhersehbaren zufälligen Spiels mit dem Element Licht und Farbe.

Die Musik

In langjähriger Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Percussionisten Adam Weisman (USA/Berlin) ist auch für diesen Raum eine Klang-Komposition entstanden, die V.S. und A.W. im gemeinsamem künstlerischem Prozess zusammenführt.
A.Weismans Kompositionen untermalen die visuelle Arbeit in subtiler Form und erweitern den Raum mit akustischen Dimensionen.
Die Wirkung der ''Entschleunigung'' und des Loslassen wird dadurch verstärkt und getragen, die musikalische Komponente ist Teil der Gesamt Inszenierung...

mehr Information unter: www.adamweisman.net

Eine Einladung, weit oben, in der 14. Etage Inne halten zu dürfen und ''zwischen Himmel und Erde'' in ein Nest zu fallen, welches Absichtslosigkeit und entspannendes Eintauchen ermöglicht.

Der Zuschauer kommt anders aus diesem Raum anders heraus, als er gekommen ist.
Die Gesamt Komposition von Farbe, Bewegung, Rhythmus, Licht und Klang versetzen den Besucher in einen Zustand der Kontemplation, der - ähnlich der Entspannung nach einer Massage oder einem Spaziergang - die Zellen regeneriert und neu aktiviert.
Hier geht es nicht um Kitsch oder naturtreue Natur - Darstellungen;
Es ist vielmehr eine Einladung, in eine sanfte und stille Verbundenheit zu kommen, mit tief in uns gespeicherten Grundbedürfnissen, ein ''sich gut aufgehoben Fühlen'' und das - ausnahmsweise - ohne etwas Tun, Verstehen oder Leisten zu müssen.

Just to BE, quiet and without brain-working-to-do-lists in the head. Just an invitation to take a rest for while...in the middle of City, in the middle of ''every-day -life'' and business